Bindungs- & Beziehungsorientierte Beratung & Begleitung
 

Kinderleicht –  Blogger

25.03.2020

Ich mag das Wort bedürfnisorientiert nicht (mehr)

Nina-Garage.jpgWeißt du warum?

Weil ich immer wieder die Erfahrung damit mache, dass Eltern mit “bedürfnisorientiert” verbinden:

-windelfrei zu leben
-ihr Kind zu tragen
-Langzeitzustillen
-ein Familienbett haben

Bedürfnisorientiert im Sinne der Kinder.
Für die Kinder.

Versteht mich nicht falsch. All das sind wundervolle Dinge, die uns verbinden, mit denen wir in Kontakt treten können, die uns ins Miteinander bringen.

Mit fehlt dabei nur soviel.

Wenn wir bedürfnisorientiert so verstehen, sind wir im Laufe unserer Elternschaft irgendwann am Rande des Wahnsinn oder im Bornout angelangt.

Um die Bedürfnisse unserer Kinder wahrnehmen und stillen zu können, um mit unseren Kindern in Verbindung zu gehen, benötigt es zunächst die Verbindung zu uns selbst.

Es benötigt das Wahrnehmen unserer eigenen Bedürfnisse.

Viele Eltern, die bewusst leben, die sich entschieden haben, es anders zu machen, die es “bedürfnisorientiert” machen wollen, vergessen oft sich selbst, weil sie damit in Verbindung bringen “dann nicht mehr bedürfnisorientiert zu sein“, wenn sie sich z.b.
Auszeiten für sich selbst- ohne Kind-schaffen
oder das Kind weinend beim Papa zurücklassen.

Wenn wir das Wort bedürfnisorientiert benutzen, dann bitte für ALLE Familienmitglieder.

Jedes Bedürfnis eines Familienmitglieds ist wichtig und wird gleichwertig behandelt.

Natürlich stecken wir Eltern, gerade wenn unsere Kinder klein sind zurück, natürlich stehen die kindlichen Bedürfnisse eines Babys vor unseren. Gar keine Frage.

Kinder sind bezüglich ihrer Bedürfnisbefriedung von uns Erwachsenen abhängig.

Wir Erwachsenen sind für die Befriedigung unsere Bedürfnisse selbst verantwortlich.

Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Bedürfnisse wahrnehmen oder auch lernen wieder wahrzunehmen und sie zu spüren.

Was nicht bedeutet, dass wir all unsere Bedürfnisse immer direkt stillen können. Wir können Sie aber wahrnehmen und sie im Rahmen unserer aktuellen Möglichkeiten befriedigen.

Vergiss nicht, wie wichtig Du bist❤️

Deine Nina

Nina - 16:04 @ Ich mag das Wort bedürfnisorientiert nicht (mehr). | Kommentar hinzufügen

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